Road kill chicken – Platthuhn

TitelbildWieder bot sich die Gelegenheit ein tolles Gartenhähnchen ergattern zu können, da konnte ich nicht nein sagen. Kurzerhand habe ich mich entschlossen es nicht mit einer Dose zu stopfen, sondern als „Road kill chicken“ zuzubereiten. Aber lest selbst, ob es tatsächlich einen Unterschied zum hippen „Beercan Chicken“ gibt.

Hier im Blog findet ihr bereits Beiträge (Pit Chicken und Cab Chicken), in denen wir unseren Hähnchenhalter benutzt haben, da die Dosen immer vor der Nutzung getrunken wurden. Die Ergebnisse waren auch immer überzeugend, aber ginge es nicht noch besser?

Vorab einige Gedanken zur Dose im Hähnchen. Das Hähnchen wird auf eine Dose mit Flüssigkeit (Bier, Wein, Apfelschorle etc.) gesetzt und gegrillt. Was passiert nun beim Grillen?

  • Während der äußere Bereich sofort der Grilltemperatur (ca. 170 Grad) ausgesetzt wird, muss innen erst die Flüssigkeit mit der Dose erwärmt werden.
  • Durch die Hitze verdampft ein Teil der Flüssigkeit und gart das Fleisch innen, es wird nicht gegrillt.
  • Die Dose im Hähnchen verhindert, dass die heiße Luft auch in das Hähnchen eindringt.

Das Ergebnis ist ein Kerntemperaturunterschied zwischen Hautbereich und Knochenbereich. Die Gefahr steigt, dass der Hautbereich trockener wird, während der Knochenbereich gerade die richtige Kerntemperatur erreicht. Ob es gesund ist, eine Dose in das Hähnchen zu stecken, wage ich auch mal zu bezweifeln.

Deshalb habe ich die „Road kill chicken“ Variante gewählt und da ich nicht gerne englische Vokabeln nutze, nenne ich die Art einfach Platthuhn, denn der Name ist Programm.

Wie geht ihr nun in der Zubereitung vor?

Ein kleines Video zur Zubereitung habe ich auch gedreht.

Platthuhn

Außer dem Hähnchen habe ich nur etwas Öl und einen Trockenrub verwendet.

Zutaten

Zutaten

Um ein Platthuhn auch platt zu machen habe ich als erstes die Wirbelsäule herausgetrennt, danach das Hähnchen umgedreht und den Brustkorb mit den Händen gebrochen. Klingt erstmal komisch, ist es irgendwie auch.

vorbereitetes Platthuhn

vorbereitetes Platthuhn

Nachdem ich die Haut mit Öl bestrichen habe und mit dem Coffeecannonball Rub von Ankerkraut eingerieben habe, konnte das 3 kg Hähnchen auf den mit 170 Grad vorgeheizten Grill in den indirekten Bereich gelegt werden. Auf die Briketts habe ich noch Teile einer gebrauchten Zedernholzplanke gelegt. Raucharoma am Hähnchen geht immer!

Bereit zum Grillen

Bereit zum Grillen

Nach knapp zwei Stunden zeigte das Thermometer eine KT von 74 Grad an. Gespannt wie Bolle, habe ich das Hähnchen vom Grill genommen. Und da lag es nun und sah immer noch sehr glücklich aus!

fertiges Platthuhn

fertiges Platthuhn

Ergebnis

Die Bilder sprechen schon für sich.

Zerteilung

Zerteilung

 

saftiges Fleisch

saftiges Fleisch

 

Spuren des Rauchs

Spuren des Rauchs

Fazit

Das Hähnchen war einfach sehr sehr lecker. Es hatte ein tolles Raucharoma und der Rub mit Kaffee passt wunderbar zu Hähnchen. Das Wichtigste aber war, dass das Fleisch komplett gleichmäßig saftig war. Ich werde meinen Hähnchenhalter einmotten und meine Hähnchen nur noch als Platthuhn grillen.

Versucht es mal selbst, es lohnt sich.

Quelle: frei nach Amazingribs.com

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