Grillkohle aus Haselnussschalen

Beim Besuch der diesjährigen Spoga in Köln haben wir neben vielen anderen Dingen auch eine Tüte Grillkohle aus Haselnussschalen zum Testen erhalten. Die Haselnusskohle (Eco Nutshell) wird in der Türkei hergestellt und soll eventuell auch bald in Deutschland erhältlich sein. Ich habe die Kohle heute mal unter die Lupe genommen und im Kugelgrill getestet.

Die Kohle ist eigentlich keine klassische Kohle, so wie man sie etwa bei der Bambus– oder Kokosnusskohle kennt. Die Kohle aus Haselnussschalen besteht im Prinzip aus den gepressten Schalen der Haselnuss, die aber noch nicht wirklich „verkohlt“ wurden. Aus diesem Grund kann man die Briketts anfassen ohne sich schmutzige Hände zu holen. Zudem riechen die Briketts wirklich gut, sehr natürlich, fast wie im heimischen Wald.

Haselnusskohle2

Kohle anzünden

Jeder Kohlenpackung liegt etwas Anzündholz bei. Ich habe die Hölzer aufgetürmt und zwei Bio-Grillanzünder dazu gelegt. Die Briketts werden im Anzündkamin gestapelt und schon kann es losgehen.

Das Anzünden der Kohlen ist mit viel Rauchentwicklung und etwas später mit viel Feuer und hohen Flammen verbunden. Teilweise schlagen Flammen von der Höhe des Anzündkamins aus dem Grill. Allein deswegen ist viel Vorsicht geboten.

Kohle benutzen

Nach ca. 15 Minuten im Anzündkamin, mit viel Feuer und Rauch, habe ich die Briketts dann endlich auf das Kohlerost geschüttet. Aber auch auf dem Kohlerost standen die Briketts noch ca. 20 Minuten lichterloh in Flammen ehe die Kohlen nach insgesamt ca. 35 Minuten endlich mit dem Glühen begannen und somit benutzbar waren.

Beim Zurechtlegen der Kohlen zerfallen die Kohlen ziemlich schnell in ihre Einzelteile und laufen Gefahr durch das Rost zu fallen.

Die Hitzeentwicklung ist für die rund 2 Kilogramm mit etwa 250 Grad nicht zu verachten. Allerdings fällt die Hitze ziemlich schnell auch wieder ab. Nach eine halben Stunden waren es nur noch 200 Grad in der Kugel und nach einer Stunde dann nur noch 150 Grad.

Fazit

Da sollte der Hersteller der Kohlen nochmal nachbessern. Der Anzündvorgang ist eher etwas für wahre Feuerteufel und bei der Rauchentwicklung freuen sich die Nachbarn. Die Hitzeentwicklung ist zwar zufriedenstellend, aber die Kohle ist definitiv nichts für lange ausgiebige Grillabende. Leider würde ich die Kohle kein zweites mal benutzen, das ist eigentlich sehr schade, mach die Kohle und auch die Verpackung auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck.

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Die Haselnusskohle hat eine wesentlich bessere Ökobilanz! Deswegen ist die Idee sehr gut und für ein schnelles Steak oder eine Wurst durchaus zu gebrauchen. Für längere Grillvorhaben ist das jedoch nichts.

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