Hamburger – Selfmade

Hamburger auf den Grill schmeißen, ist an sich keine schwere Sache (kann jeder!). Patties kaufen, auftauen und ab auf den Grill. Dann auf die fertig gekauften Brötchen, etwas Soße und Käse, fertig ist der Hamburger. Diesmal soll alles anders werden…

Fleisch

Bisher habe ich entweder fertige Patties gekauft oder fertiges Rinderhack gewürzt und dann die Patties geformt. Diesmal hatte ich mir vorgenommen das Fleisch selbst aus zu suchen und zu wolfen (und eines kann ich vorweg nehmen, es wird ab jetzt immer so sein).

Das Fleisch habe ich von unserem Metzger des Vertrauens (MdV) gekauft. Es war Fleisch vom Vorderviertel eines Bullen (Zungenstück, Bugfleisch und die Abschnitte vom Beschneiden der Hinterviertel). Alles von Neuland sowie von Bio NRW und damit aus besonders artgerechter Tierhaltung. Das Fleisch war bereits geschnitten und wurde vor Ort und vor meinen Augen nur in eine Transportverpackung gelegt. Die Verpackung verhindert ein Abtrocknen des Fleisches und den Kontakt mit Keimen aus der Luft. Das Fleisch habe ich noch am selben Abend verarbeitet.

bestes Bio Fleisch

Mit der Neuanschaffung meines Fleischwolfs lag ich hier genau richtig. Der Zeitaufwand stellte sich als sehr gering heraus, denn 3 kg waren in 5 Minuten fertig gewolft mit Salz, Pfeffer, einer Gewürzmischung von Ankerkraut und Worchestersoße gewürzt. Danach konnte das Fleisch noch bis zum nächsten Tag im Kühlschrank ruhen.

Wolf in Action

Brötchen/Buns

Auch bei den Brötchen habe ich mich bisher nicht wählerisch gezeigt, das sollte sich nun ändern. Nachdem ich von Björn und seinem Projekt der Bretzel Burger Buns gehört habe, habe ich mich auch mit dem Thema der eigenen Herstellung von Buns beschäftigt. Ich habe mich für die Herstellung von Brioche Buns entschieden, die ich frei nach dem Rezept von Smitten Kitchen hergestellt habe. Ich möchte hier gar nicht näher auf das Rezept eingehen, denn dies war mein erster Versuch und an dem Ergebnis gilt es noch ein wenig zu feilen.

Buns nach dem Backen

Burger

Am nächsten Tag habe ich dann meine Burger gegrillt. Meine Erwartungen waren (sehr) hoch; die Vorfreude auch… Die fertig gegrillten Burger kamen auf die frisch gebackenen Buns und wurden mit Salat, Käse und Soßen ergänzt.

Nummer 2

Fazit

Zum Fleisch kann ich nur eines sagen, wow! Toller Geschmack, den ich mit dem von mir bisher gekauftem Fleisch noch nicht erlebt habe. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Selbst meine dem Fleisch sehr kritisch eingestellte Frau fand die Burger sehr gut. Die selbst gebackenen Buns waren geschmacklich top, leider waren sie etwas zu kross und zu platt geraten. Hier werde ich an der Rezeptur noch etwas feilen müssen.

Für mich hat es sich definitiv gelohnt auf Fertigwaren zu verzichten. Wer das Glück hat einen MdV in seiner Nähe zu haben und auf importierte Ware verzichten kann, der sollte sich wirklich überlegen seine Hamburger und Patties selbst zu machen.

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5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hi,

    ich habe eine Frage zu deinem Hack:
    Du schreibst das du es nach dem durchwolfen noch einen Tag im Kühlschrank liegen gelassen hast.
    Mir wurde immer gesagt: Hack am gleichen Tag aufbrauchen/durchbraten, da es durch das wolfen sehr anfällig für Keime ist.

    Das ist bisher der Grund warum ich immer noch fertiges Hack kaufe. Bei 2 Personen lohnt (so denke ich) der Aufwand nicht 🙂

    Danke und Gruß
    Frank

    • Hallo Frank,

      du hast schon Recht. Hack ist sehr empfindlich. Das Fleisch war jedoch sehr frisch. Ich hatte außerdem die Kühlkette im Auge und die Menge beim Wolfen war relativ gering, so dass am Messer kaum Hitze entstanden ist. Für mich war das Risiko daher überschaubar. Ein Tag später schmeckte das Hack einfach besser!

      Ich würde Dir trotzdem raten, selbst für 2 Personen, das Hack selbst zu machen. Was Du nicht brauchst frierst Du in kleinen Portionen ein. Du wirst es nicht bereuen! 😉

      Viele Grüße
      Peter

  2. Hallo Peter,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Ich denke, dann wird dieses Jahr mein Fleischwolf eingeweiht 🙂

    Da ich mal wieder bei Ankerkraut was bestellen muss, würde mich interessieren welche Gewürzmischung du deinem Hack beimengst.

    Auf die Idee das Hack einzufrieren, darauf hätte ich auch kommen können 😉

    Melde mich, wenn ich es getestet habe.

  3. Also das mit dem selber Wolfen kann ich nur unterschreiben. Aber dann sofort auf den Grill damit; damit es wirklich frisch ist. Ich nehme Entrecote dafür, das kann man auf jeder Seite maximal 90 Sekunden Grillen. Dann ist es innen drin noch schön roh…. Fast wie ein Tartar… wenn man es so mag. Der ultimative Trick dabei ist, dass es auf der Gusseisengrillplatte zubereitet wird. So wird die grosse Hitze gehalten, auch wenn der Deckel der Kugel aufgemacht wird. Alles andere wird gepresseter Sandsturm, also so richtig trocken. Zu den Buns: auch hier jeder wie er es mag. Meine Frau hat mir aber (ausnahmsweise) den richtigen Weg gezeigt: So dünn wie möglich, so etwa wie Fladenbrot (rezept aus Weber Grill Bibel). Wir wollen ja schliesslich Fleisch, nicht Brot. Das Brot ist nur dazu da, dass die Finger sauber bleiben…. Mahlzeit.

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