Testbericht: Pelletgrill Traeger Ranger

In diesem Jahr brachte die Firma Traeger, bekannt als der Hersteller hochwertiger Pelletgrills, den Ranger auf den Markt. Ich habe den Pelletgrill auf Herz und Nieren getestet und das ein oder andere Stück Fleisch auf dem Grill zubereitet. Was der Ranger von Traeger kann oder was er nicht kann, das lest ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Hinweis: In diesem Grill werden Marken genannt sowie Affiliate Links und Links zu Webshops zu finden sein. Der Artikel wird deshalb als Werbung deklariert.

Warum ein Traeger Ranger?

Diese Frage ist für mich eigentlich sehr leicht beantwortet. Als Grill Blogger musst du alles einmal ausprobiert haben. Schon oft habe ich in meiner Instagram-Timeline (hier könnt ihr mir folgen) die Pelletgrills aus dem Hause Traeger gesehen. Richtig schöne Smoker aber auch richtig schön teuer. Da kam mir der Ranger gerade Recht, denn so fiel für mich der Einstieg in die Welt der Pelletgrills weitaus günstiger aus. Für mich ist es in erster Linie einmal wichtig, ob das Grillen oder Smoken mit Hilfe eines Pelletgrills überhaupt etwas ist und genau diese Frage sollte mir der Traeger Ranger beantworten. Kleiner Exkurs am Rande: Mein Grillbuddy und Mitblogger Peter hatte sich vor einigen Monaten ebenfalls bereits einen Pelletgrill zugelegt, hier geht es zu seinem Testbericht.

Daten und Fakten zum Traeger Ranger

Der Ranger ist der kompakteste Pelletgrill, den man derzeit kaufen kann. Das spiegelt sich selbstverständlich in seinen Abmessungen wieder. Hier alle Daten und Fakten zum Ranger:

  • Grillfläche: 1.18 cm² / ca. 30 x 40cm
  • Pelletkammer: ca. 3,6 kg
  • Leistung: 5,7 kW
  • Temperaturbereich: 75 bis 230 Grad
  • Gewicht: 27 kg
  • Maße: 33 x 53 x 51 cm (H/B/T)
  • Digitale Temperatursteuerung in 5 Grad Schritten
  • Temperaturfühler
  • Keep-Warm-Modus (75 Grad)
  • Porzellanemaillierter Grillrost
  • Grillplancha aus Gusseisen
  • Fettauffangsystem inkl. Eimer

Ich denke zwei Sachen stechen bei den Daten direkt ins Auge. Zum einen ist die Grillfläche natürlich nicht die Größte, zum anderen bringt der Ranger stolze 27 Kilogramm auf die Waage. Insbesondere das Gewicht schränkt die Mobilität des Grills ein wenig ein und das Ganze obwohl der Grill doch wirklich relativ klein ist und eigentlich gut in den Kofferraum passt.

Der Ranger im Praxistest

Ich erspare mir an dieser Stelle diverse Fotos vom Unboxing, diese dürft ihr gerne in anderen Reviews nachlesen. Es sei nur kurz erwähnt, dass das Auspacken des Paketes und das Zusammensetzen des Grills absolut unkompliziert und problemlos von Statten ging. Im Prinzip wird auch nicht viel zusammengebaut, lediglich der Griff für den Deckel und die Füsse des Ranger müssen montiert werden.

Als nächstes wird die Pelletkammer befüllt. Gute 3,5 Kilogramm passen hier hinein. Bislang habe ich den Ranger ausschließlich mit den originalen Pellets aus dem Hause Traeger betrieben, ich denke hier funktionieren aber auch Pellets anderer Hersteller. Wichtig zu wissen: Pellets die für Heizungsanlagen gemacht sind, sind nicht für den Gebrauch im Pelletgrill geeignet sind, da diese Harzhaltige Hölzer – Kiefer, Fichte usw… aber auch Rückstände von Leim und Farbe je nach Hersteller enthalten können und damit ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Traeger Ranger

Wie jeder andere Grill auch muss der Ranger vor der ersten Benutzen von Produktionsrückständen frei gebrannt werden. Dazu stellt man die Temperatur des Pelletgrills auf die maximale Temperatur von 230 Grad ein. Der Grill beginnt sofort die Pellets über eine Schnecke in den Brennraum zu transportieren und diese dort zu verbrennen. Man ist schon etwas verwundert, denn im Grill tobt bei schon ein ziemliches Höllenfeuer. Wichtig zu wissen: Beim Zünden des Grills, raucht der Ranger gute drei bis fünf Minuten. Im weiteren Verlauf raucht dann aber garnichts mehr. Der Grill ist also sehr balkontauglich ;-)

In den letzten Wochen habe ich habe ich das ein oder andere Gericht auf dem Grill zubereitet. Dabei eignet sich der Ranger insbesondere für Longjobs natürlich ab besten. So gab es zum Beispiel Ochsenbäckchen oder natürlich auch Pulled Pork.

Traeger Ranger

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass es keinem Grill leichter fällt die Temperatur einzuhalten, als einem Pelletgrill. Der 2,5 Kilogramm schwere Schweinenacken für Pulled Pork wurde bei 120 Grad neun Stunden im Traeger Ranger gegart. Der Ranger läuft zuverlässig wie ein Uhrwerk und weicht maximal ein bis zwei Grad von der eingestellten Temperatur ab. Auch der Pelletverbrauch kann sich sehen lassen. Die Pelletkammer wurde zu Beginn des Longjobs komplett befüllt. Als der Schweinenacken 92 Grad Kerntemperatur erreicht hatte, hatte der Ranger noch gut 30% der ursprünglich eingefüllten Pellets zur Verfügung.

Steak auf dem Traeger Ranger

Hier war ich zunächst etwas skeptisch. Stellte ich mir doch die Frage ob der Pelletgrill mit einer maximalen Temperatur von 230 Grad auch ein perfektes Steak mit einer guten Kruste hinbekommt. Für solche Fälle kommt die Gussplatte zum Einsatz.

Traeger Ranger

Der Grill wird gute 15 Minuten aufgeheizt, damit die Gussplatte auf die entsprechende Temperatur kommt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Ranger enttäuscht hier keineswegs.

Traeger Ranger

Den Ranger reinigen

Auch hier überzeugt der Pelletgrill mit seiner Einfachheit. Über der Brennkammer wird das so genannte Fettauffangblech eingesetzt. Das Blech ragt durch eine Öffnung an der Rückseite des Grills heraus, dort lässt sich der Fettauffangeimer einsetzen.

Fettauffangblech und Grillrost lassen sich sehr einfach für die Reinigung entnehmen. Zum Lösen des Fettes und Schmutzes empfehle ich euch an dieser Stelle übrigens FUSL.

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Natürlich sollte auch die Brennkammer des Pelletgrills nach jedem Grillen gereinigt werden. Das ist wichtig, denn die Pellets verbrennen nicht völlig rückstandslos. Hierzu nimmt man am besten seinen Hausstaubsauger und saugt die Rückstände dort einfach raus.

Traeger Ranger

Videos zum Traeger Ranger

Auf meinem Instagram-Channel findet ihr Videos zum Ranger. Schaut doch mal rein um das Gerät in Aktion zu sehen und lasst ein Herz oder gerne auch Abo da:

Mein Fazit zum Traeger Ranger

Im Prinzip hat dieser Grill die meisten meiner Ansprüche und Erwartungen an einen Pelletgrill erfüllt. Für mich sollte der kleine und im Verhältnis günstige Grill (599,- €) der Einstieg in die Welt der Pelletgrills werden. Ich wollte einen Grill, der läuft wie ein Uhrwerk. Ein Grill, den ich auch mal über Nacht laufen lassen kann, wenn ich am nächsten Tag Lust auf Pulled Pork oder Brisket habe. All das kann der kleine Ranger wirklich perfekt. Die eher kleine Grillfläche ist für unsere Familie völlig ausreichend. Ich muss keine 10 Schweinennacken gleichzeitig garen, das überlasse ich lieber professionellen Caterern.

Ebenso stand Mobilität für mich nicht so sehr im Vordergrund. Wobei man sich schon die Frage stellen muss, wie mobil ein 27 Kilogramm schwerer Grill, der zum noch Strom benötigt wirklich ist. Im Vergleich zu den großen Pelletsmokers ist er das sicherlich. Aber ich würde mir durchaus zweimal überlegen ob ich den schweren Grill mit zum Camping nehme.

Für jeden, der nur einen kleinen Pelletgrill benötigt, für den spreche ich hier allerdings eine klare Kaufempfehlung aus. Zu Kaufen gibt es den Grill unter anderem hier: freudeamgrillen.de . Im Lieferumfang sind dort übrigens 9 Kilogramm Pellets enthalten.

Habt ihr Fragen zum Ranger? Dann schreibt eure Fragen einfach in die Kommentare. Ich ergänze den Artikel gerne um meine Antworten.

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, vielen Dank für die fast ganz aufschlussreichen Bericht
    Bin ganz nah dran, das Teil zu kaufen, allerdings finde ich nichts über den Stromverbrauch. Er soll bei uns unterwegs eingesetzt werden. 220v haben wir an Bord. Aber was verbraucht der Ranger im Betrieb tatsächlich? Wäre ja ärgerlich, wenn er beim Slow cooking die lithium Batterien leersaugt. Danke für Deinen Support in dieser Frage.

    • Hallo Roland,

      schön, dass Dir der Bericht gefällt. Den Artikel um einen Wert für den Energieverbauch des Ranger zu ergänzen ist definitiv geplant. Ich werde mir demnächst ein Messgerät zum Verbrauch zulegen und den Artikel dann ergänzen. Leider kann das noch ein paar Tage dauern…

      Viele Grüße
      Björn

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